Rubriken in der Navigation

Aktuell

BIVEB bewirkt etwas in Bretten

Die BIVEB hat sich 2017 in Bretten gegründet. BIVEB bedeutet "Bürgerinitiative Verkehrsentlastung Bretten".

BIVEB im Gespräch mit Elke Sauter

Was war das Ziel der BIVEB mit dem Mobilitätskonzept?

Unser Ziel war und ist es, Bretten zum Thema Mobilität zukunftsfähig aufzustellen. In 2017 wurde ein Mobilitätskonzept vom Gemeinderat leider noch mehrheitlich abgelehnt. Das war für uns der Impuls, einen Bürgerantrag für ein Mobilitätskonzept zu stellen und dafür zu werben. Mit Erfolg! Mit mehr als 800 Unterstützern aus der Brettener Bevölkerung wurde 2018 unser Bürgerantrag einstimmig vom Gemeinderat angenommen. Jetzt wird gerade ein Mobilitätskonzept für Bretten erarbeitet.

Wer sind die Unterstützer der BIVEB?

Die BIVEB-Unterstützer kommen alle direkt aus der Brettener Bevölkerung und den Stadtteilen, aus ganz unterschiedlichen Hintergründen und Altersgruppen. Alles Menschen, denen Bretten am Herzen liegt und denen das Thema Mobilität und Klima wichtig sind. Wer bei uns mitmachen möchte kann sich gerne an uns wenden und sich auf unserer Homepage www.biveb.de informieren.

Was können die Brettener tun, um die Verkehrsbelastung zu reduzieren?

Der Verkehr in Bretten besteht zu ca. 80% aus Ziel-, Quell-, und Binnenverkehr und zu ca. 20% aus Durchgangsverkehr. Das sind Daten, die von der Stadtverwaltung kommen und von ihr in einer Zählung ermittelt wurden. Das heißt, dass der Großteil unseres Verkehrs von uns Brettenern selbst verursacht wird: Als Pendler zur Arbeitsstätte und nach Hause – das nennt man Ziel-/ Quellverkehr oder durch Fahrten innerhalb Brettens z.B. für Besorgungen und Bringfahrten zur Schule, auch Binnenverkehr genannt. Genau hier kann jeder einzelne von uns ansetzen und mehr auf das Fahrrad steigen oder mal zu Fuß gehen. Die aktuelle Einwohnerbefragung zeigt, dass 60 % von uns das Auto für nur 1-2 km lange Strecken innerhalb Brettens nehmen. Das kann jeder von uns verändern!

Was für Themen stehen für die BIVEB in Zukunft noch an?

Wenn das Mobilitätskonzept in 2021 fertig ist, geht es in den Folgejahren um die Umsetzung - also welche Maßnahmen wann folgen. Das wird noch spannend und wir werden darauf unser Auge haben. Daneben finden wir es wichtig, verantwortlich und nachhaltig den Entscheidungsprozess zu dem Thema Umgehung in den nächsten Jahren zu begleiten. Unser Ziel ist es, abseits von oft geäußerter Polemik hierzu, die Diskussion auf Zahlen und Fakten zurückzuführen. Wir finden es wichtig, dass die Bevölkerung eine Gesamtbilanz hierzu erhält, die den tatsächlichen Entlastungseffekt, den Naturverbrauch und Klima-/ Umweltschutz einbezieht.

Seid ihr persönlich zufrieden?

Bisher haben wir viel vorangebracht – auch wenn es in einigen Phasen mühsam war. Wir stehen für einen sachlichen und konstruktiven Austausch und ich denke, der hat uns in unserer Arbeit sehr geholfen. Es ist einfach toll, mit engagierten Leuten etwas auf die Beine zu stellen und für Bretten konkret etwas zu bewegen.

Danke für das tolle Gespräch mit dir! Ich wünsche dem BIVEB noch viele erfolgreiche Aktionen.

https://www.biveb.de/

Blühstreifen

versetzen Ackerland in Blumenparadiese!

Thema: Biodiversität

Rudolf und Sabine Müller bieten auf ihren landwirtschaftlichen Flächen Blüh Patenschaften an.

“Die Initiative an Ackerrändern Blühstreifen einzurichten ging vor über 30 Jahren von der Mühlengemeinschaft “Kraichgaukorn” aus. Seither sind wir dabei und haben momentan etliche bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche, die wir gerne in Blühparadiese für Insekten, Kleinsäuger und natürlich auch zur Freude der Menschen umwandeln möchten. Natürlich kostet der Samen Geld, die Flächen müssen eingesät und gepflegt werden. DIe Idee zu den Blühpatenschaften kam da schnell. Die gibt es in anderen Landkreisen schon lange.” so Rudolf Müller.

Entscheidet sich jemand Pate zu werden, vergeben die Müllers Zertifikate, in denen genau das Flurstück verzeichnet ist, das sie für ihn bewirtschaften.

Dann kann man mitverfolgen, wie die Samen gesät werden, die Blumen wachsen und blühen und die Insekten zum Bestäuben kommen. Beobachten, wie die Biodiversität zurückkehrt. Das ist sehr interessant, besonders für Kinder!

Eine Patenschaft über 100m² kostet 20 € im Jahr. Sinnvoll für die Biodiversität und die Insekten ist es, wenn die Blühstreifen mehrjährig angelegt sind.

Aktuell soll am Hungergraben (am Weg Richtung Sprantal) ein ca. 5 m breiter Streifen entstehen. Herr Müller hat aber auch noch andere Flächen, die für die Aussaat von Blütenmischungen geeignet wären.

Blüh Patenschaften können bei Müllers über E-Mail rudolf.sabine.mueller@web.de oder telefonisch 07252/2605 abgeschlossen werden.


Interview und Bild unten: Elke SauterBlumenwiese: Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay